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Alles über die Eiweiße


Wie sind die Aufgaben von Eiweißen?

Während Kohlenhydrate und Fette als Energielieferanten dienen, oder als Brennstoff bei Sport verbrannt werden, sind die Eiweiße Aufbau- und Erhaltungsstoffe von Hormonen und Enzymen. Ihre Rolle ist entscheidend bei Aufbauen und Erhaltung von Muskelfasern (Aktin und Myosin), Sehnen, Knorpel, Knochen und Haut.
Eiweiße spielen auch eine sehr wichtige Rolle bei der Antikörperbildung für das Immunsystem und schützen den Organismus vor Infektionen.

Wie ist die Zusammensetzung von Eiweißen?

Die Eiweiße bestehen aus verschiedenen Aminosäuren und unterscheiden sich durch Ladung, chemische Reaktivität, Größe, Gestalt und Fähigkeit zur Bindung von Wasser. Dazu gibt es noch unentbehrliche (essenzielle - siehe: BCAA) und entbehrliche (nicht essentielle) Aminosäuren. Unentbehrliche Aminosäuren werden vom menschlichen Körper in ausreichender Menge benötigt und erst dann können daraus die entbehrlichen Aminosäuren produziert werden.

Wie wird aus Eiweißen Energie gewonnen?

Im Magen werden die Nahrungsproteine durch die Salzsäure und eiweißspaltendes Pepsin in einzelne Aminosäuren zerlegt. Demnächst wirken die Enzyme aus der Bauchspeicheldrüse und der Darmschleimhaut und endgültig werden die Proteine durch Peptidasen in der Dünndarmschleimhaut zerlegt. Die Produkte gelangen dann in die Blutbahn und in die Leber und erst dann kann der Körper daraus körpereigenes Eiweiß produzieren.

Wie sollte man mit Eiweißen umgehen?

Im menschlichen Körper gibt es keine Speichermöglichkeiten für Eiweiße, deshalb müssen sie dem Organismus durch die Nahrung zugeführt werden. Ein anderer Grund dafür ist, dass dank Eiweißen die Funktion des Stoffwechsels beibehalten werden kann.
Durch den ständigen Abbau, Aufbau und Umbau von Proteinen im Zwischenstoffwechsel (anabole und katabole Prozesse) gibt es jedoch eine kleine Reserve von Aminosäuren.

Nach DGE sollte man folgende Mengen pro kg Körpergewicht zu sich nehmen:
· Normal 0,8 g
· Ausdauersportler 1,2-1,4 g
· Schnellkraftsportler 1,2-1,6 g
· Kraftsportler 1,4-1,7 g

Biologische Wertigkeit von Eiweiß

Wie viel Eiweiß unser Körper in körpereigenes Eiweiß umwandeln kann, hängt von der Wertigkeit des Nahrungseiweißes. Je höher die Wertigkeit ist, desto mehr hat der menschliche Organismus davon. Das ist die sog. Umsetzungseffizienz des betreffenden Nahrungseiweißes. Da berücksichtigt man immer die biologische Wertigkeit eines Volleis.
Die biologische Wertigkeit von Nahrungseiweißen lässt sich steuern, wenn man verschiedene eiweißhaltige Nahrungsmittel geschickt kombiniert.
Sehr empfehlenswert dabei sind fettarme und eiweißhaltige Nahrungsmittel wie Joghurt, Dickmilch, Magerquark, Buttermilch, Trinkmilch und andere.
Da sind hochwertige Konzentrate (als Proteinpulver) auch sehr gute Idee, besonders für Sportler.
Wenn die Ernährung des Fitness-Sportlers abwechslungsreich und vollwertig ist, ist da schon viel getan. Aber mit einer Kombination von gesunder Vollwerternährung und Sporternährung kann man noch bessere Resultate erzielen.

Proteinpulver

Eiprotein
Vor dem Wettkampf oder vor einem Auftritt nimmt man am besten Eiprotein ein. Mit dem Eiprotein wird die Wertigkeit von allen Proteinen erhöht und es speichert kein Wasser zwischen der Haut und der Muskulatur.

Wheyprotein
Ist besonders empfehlenswert zum Frühstück oder direkt nach dem Sport. Wheyprotein wird im Organismus sehr schnell aufgenommen und ist deshalb einzusetzen, wenn man möchte den Körper schnell mit Eiweiß versorgen.

Sojaprotein
Das Protein auf pflanzlicher Basis ist besonders geeignet für Personen mit Milchzuckerunverträglichkeit. Wie Whey Protein ist Sojaprotein ein schnelles Protein, das dem Organismus schnell zur Verfügung gestellt wird und auch schnell verbraucht.

Mehrkomponentenprotein
Dieses Protein versorgt die Muskeln über längere Zeit mit Aminosäuren und wird Allrounder bezeichnet. Es hat eine hohe biologische Wertigkeit und einen Zeitverzögerungseffekt. Es ist einzunehmen sowohl zwischen den Mahlzeiten oder vor dem Schlafengehen als auch eignet sich ideal als Ersatz von Mahlzeiten.

Alle Tipps Grundlagen Ernährung von Personal Trainer Horst Kellner

 

 

 



 



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